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Tierschutzverein Bella Luna e. V.

Bergkamen in Nordrhein-Westfalen

Hilfe  für  verlorene  Hunde  die  in  Not  geraten  sind

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Pflegestellen

20161119_123524Abschied von Ice-t

Dir einen Weg zu ebnen in ein neues Leben ist uns leider nicht gelungen, nach dem spielen und toben bist du ohne Vorzeichen zusammengebrochen und gestorben, schmerzhaft für alle.

Mach es gut Ice, leider meinte das Schicksal es nicht so gut mit dir.

Das Team von Bella Luna e.V


 

 

 

 

November 2016

FB_IMG_1479061861039-2001-1Nachruf für einen ganz besonderen Freund

Dieser Tag, vor dem alle Tierfreunde Angst haben, dieser Tag ist so mit Endgütigkeit gefüllt wie kein anderer.
Heute haben wir unseren Schützling Joker zur Regenbogen Brücke begleitet. Joker ist zusammen gebrochen und war nicht mehr fähig aufzustehen. Sein Blick war leer und sprach eine eindeutige Sprache. Joker ist ganz friedlich in den Armen seinem Pflegefrauchen eingeschlafen. Wir haben seine Pfötchen gestreichelt und können mit dem Gefühl, das er geliebt gegangen ist uns etwas trösten, aber es tut trotzdem weh.

 

14 Jahre alt und eine Seele von Hund. Ein gutes Leben bei seinem Herrchen, nachdem dieser schwer erkrankte fand Joker bei uns im Verein einen festen Platz, besonders im Herzen. Gut, er brauchte Medikamente für die Arthrose, jedoch war er bis zum Schluss fit. Er hat seine Spaziergänge genossen und hat es anschließend mit Schmuseeinheiten gedankt. Er war der gute Geist im Haus und jeder der Joker kannte mochte ihn. Er wird uns alle fehlen, doch niemals geht man so ganz ...
Mach es gut du gute alte Seele, irgendwann sehen wir uns wieder. Du warst ein Hund mit Charakter und einer der ganz großen die ich kennen lernen durfte.
Danke an die Menschen die Joker gepflegt und gehegt haben, ohne eure Hilfe hätten wir Joker nicht so schnell aufnehmen können. Auch großen Dank an das Herrchen für das Vertrauen in uns und unsere Tätigkeit.

Es trauern um Joker, Olli, Agnes, Susanne, Peter Ralf, Petra und alle die ihn lieb hatten

 

 

Prince eine gute Seele ist gegangen

 

    • p1Als Aron verstarb, übrigens auch ein ganz toller Boxer, habe ich Petra Gerlach angerufen und nach einem Boxer Namens Tommy gefragt, da meinte Ralf Gerlach ich sollte nach Lütgendortmund fahren, denn dort sei einer der mir sicher gefallen würde. Oh Gott, Ralf wie Recht Du hattest. Wir trafen Prince beim Ballspiel mit dem Sohn der Pflegefamilie an, als er meine Tochter und mich wahrnahm kam er sofort angespurtet.
    • Ich bückte mich zu Ihm runter, um Ihn zu streicheln und er knabberte mir mein Ohrläppchen ab. Da war es um mich geschehen und mir war klar der kommt mit. Nach einem kurzen Telefonat zwischen der Pflegefamilie und Familie Gerlach, konnte ich Ihn sofort mitnehmen. Auf dem Weg nach Hause mussten wir noch bei Fressnapf anhalten, denn das mitgebrachte Geschirr, war um Nummern zu groß. Der Einzug in unsere Straße war dann auch ziemlich pompös, im Radio spielten sie gerade „ We are the champions“ von Queen, Beifahrersitz ganz nach vorne und Prince so hingesetzt das seine Vorderpfoten auf dem Armaturenbrett lagen. Durch einen Anruf vom Handy meiner Tochter, stand die Nachbarschaft schon draußen und wartete auf uns. Welch genialer Einzug. Prince und Pepe, ein Nachbarhund, spielten erstmal Fußball und die Straße war für eine Weile gesperrt.
  • p2p3Irgendwann wurden wir von Familie Gerlach gefragt, ob wir nicht Pflegestelle machen könnten. Na ja und so zog Shania bei uns ein. Nach einer Weile beschloss Shania: „Hier gefällt es mir, hier gehe ich nicht weg.“ Und so wurden wir gleich beim ersten Pflegehund zu Pflegestellen Versager. Aber es folgten weitere. Es folgten vom verspielten Welpen, denen Prince ein guter Onkel war, bis hin zu verliebten Mädchen so einige Pflegehunde.
  • p4p5Auch wurden die Urlaube sehr genossen.
  • Prince, Du warst so ein toller Boxer. Warst immer freundlich und konntest aber auch so richtig aufdrehen.
  • So sah ein p7Eimer aus wenn
  • Du Deine dollen 5 Minuten hattest.
  • Doch leider war all die schöne Zeit am 20.08.2016 mit einem Schlag vorbei, als selbst der TA Ralf Bandel Dir nicht mehr helfen konnte.
  • Tschüß mein Freund, wir werden Dich nie vergessen. Du bist immer in unseren Herzen.
     
  •  

 

Mila2Abschied von Mila

Der Tod ist ein Teil unseres Lebens, ob uns das gefällt oder nicht. Manchmal ist er anwesend wenn wir ihn nicht erwarten, manchmal wünscht man sich er möge jetzt kommen, da sich ein Mensch oder ein Tier schwer erkrankt nur noch quält. Es ist im Grunde nie der richtige Zeitpunkt.

Auch wir als Tierschützer kommen mit dem Tod oft in Kontakt. Sei es, man bringt uns kranke, alte Tiere, die überflüssig geworden sind. Oder lästige Erbstücke, die man nun so gar nicht in seinem geordneten Leben braucht. Das Tafelsilber, oh ja, das verschärbeln wir dann noch, aber der 13 Jahre alte Hunde, ne, der passt nicht. Ok, wir helfen dem Tier und begleiten es bis zum Schluss. Auch junge Hunde die bereits schwer krank sind werden bei uns abgegeben mit der Begründung, das Kind hat eine Allergie, die Wohnung ist zu klein usw. Auch hier helfen wir dem Tier ohne wenn und aber. Wir, das Team von Bella Luna e.V. sind ein kleiner Haufen Menschen, die  Zeit und Herz investieren ohne oft an uns selbst zu denken. Wir gehen oft an unsere körperlichen und seelischen Grenzen. Denn neben dem Ehrenamt gehen fast alle noch arbeiten, manchmal ein schmaler Grat. Wer uns persönlich kennt, weiß was wir oft anstellen um es für das Tier so angenehm wie möglich zu machen.

Dazu gehören leider oft auch die unmöglichen Dinge. Dazu gehört leider auch die schwere Entscheidung manchmal ein Tier zu erlösen. Bei  starken, aggressiven Verhaltensauffälligkeiten  müssen wir halt auch sehen, das keiner verletzt wird, da wir auch eine große Verantwortung gegenüber Mensch und Tier haben. Wir haben vor einigen Wochen die Hündin Mila übernommen. Es war bekannt, das Mila bereits einige Übergriffe gestartet hatte, trotzdem wollten wir dieser jungen Hündin eine Chance geben auf ein relativ normales Leben. Bereits bei der Übergabe an unsere Pflegestelle, griff Mila die 6 Jahre alte Boxerhündin an, die in ihrem Körbchen lag. Da unsere Pflegestelle durchaus mit schwierigen Hunden umgehen kann wurde Mila direkt in ihre Schranken gewiesen, was sie zunächst beeindruckte. Als das Exfrauchen wegfuhr, kam es noch zu diversen Übergriffen, sodass wir uns entschlossen Mila in eine erfahrene Pflegestelle um zu siedeln, da dort ein kastrierter Rüde lebt. Mehrmals die Woche wurde mit ihr trainiert, sie wurde an andere Hunde und Umwelteinflüsse gewöhnt. Leider verfiel sie immer wieder in ihre alten Muster. Sobald ein Hund sich nur hinlegte um sich auszuruhen, stürzte sich Mila ohne erkennbaren Grund auf den Hund. Selbst vor Menschen machte sie jetzt nicht mehr halt und verletzte die Pflegestelle schwer. Ab da wurde Mila nur noch mit Maulkorb geführt, so konnte sie niemand mehr verletzten. Es war für alle kein schöner Anblick sie immer mit diesem Ding auf der Nase zu sehen, so konnte sie aber noch aktiv am Leben teilhaben.

Leben, ja war das noch ein Leben? Sobald der Maulkorb ab gemacht wurde kämpfte sie wieder gegen alles, das sollte ihr Leben sein? Wer trägt die Verantwortung? Ein Leben in fast völliger Isolation ? Noch mehr Bisse?  Einschläfern ist für uns IMMER die letzte Option und es fällt uns nie leicht.

Wir haben zusammen mit einem Veterinär und 5 weiteren Personen entschieden Mila gehen zu lassen. Die Pflegestelle, die von ihr zuvor ziemlich zugerichtet wurde war auch dabei, das waren sie ihr schuldig, sagten sie. Wir alle waren traurig aber für Mila war es die richtige Entscheidung. Wie sie da so lag, Friede war in ihren Körper gekommen, wo vorher nur Frust, Aggressionen und Wut herrschten.

Wir haben noch lange über die kleine Seele gesprochen. Was hat sie so werden lassen? Warum, das werden wir nie erfahren.

Wir standen mit der Exbesitzerin in ständigen Kontakt seit dem Umzug zu uns. Wir informierten sie auch sofort über den Stand, da für uns eine transparente Arbeit im Vordergrund steht und wir nichts zu verbergen haben.

Wir wissen, dass viele Menschen diesen Schritt nicht verstehen können, müssen sie auch nicht. Keiner steckte in dieser Lage, keiner hatte die Verantwortung. Warum wir diese Zeilen schreiben? Weil es uns ein Anliegen ist nicht nur die schönen, lustigen und vielen Happy Ends zu schreiben, sondern auch die Schattenseiten unserer Tätigkeit zu zeigen. Das wir niemals ein Tier aufgeben, sondern  es würdevoll  begleiten und sei es der letzte Weg.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit , das Team Bella Luna