Bella die 1MS1

Tierschutzverein Bella Luna e. V.

Bergkamen in Nordrhein-Westfalen

Hilfe  für  verlorene  Hunde  die  in  Not  geraten  sind

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Pflegestellen

 

WIR AKTUELL OKTOBER 2016

Heute wollen wir einmal darüber berichten, wie unsere Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird. Es gibt leider zu viele Leute, die es gar nicht interessiert, dass wir kein auf Gewinnerzielung oder Rücklagenbildung ausgerichtetes Unternehmen sind, sondern ein Tierschutzverein, der seine gesamten Einnahmen, bestehend nur aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Überlassungsgebühren, sofort wieder für in Not geratene Hunde ausgibt.

Da sind z.B. die Leute, deren Hund über viele Jahre eine intensive tierärztliche Betreuung benötigte, und bei dem wir schon kurz nach der Gründung unseres Vereins im August 2012 sämtliche Tierarztrechnungen bezahlt haben. Als der Hund dann in hohem Alter diese Welt verlassen musste, hatten wir einige tausend Euro bezahlt und erwartet, dass die Leute uns ein wenig helfen, indem sie den einen oder anderen kurzen Transport eines Hundes übernehmen, oder uns eine kleine Spende zukommen lassen oder vielleicht sogar als Pflegestelle für uns tätig werden. Die Leute haben sich noch nicht einmal für unsere finanzielle Hilfe von 2012 bis 2016 bedankt und uns auch sonst nicht unterstützt. Wir haben nie wieder etwas von ihnen gehört. Dann gibt es die Leute, die unsere Zusage, Tierarztkosten zu übernehmen, dazu benutzen, mit ihrem Hund ständig zum Tierarzt zu gehen, auch wenn es gar nicht erforderlich ist. Da hatten wir z.B. Leute, bei denen der Tierarzt sich weigerte, den Hund zu behandeln, weil ihm nichts fehlte. Die Leute sagten dem Tierarzt dann, er solle doch den Hund behandeln, der Tierschutzverein würde ja alles bezahlen. Dieser Tierarzt weigerte sich und ersparte uns viel Geld. Wir haben aber auch mit anderen Tierärzten zu tun gehabt, die, als sie merkten, dass wir ihre Rechnungen immer pünktlich bezahlen, uns als willkommene, sichere Einnahmequelle betrachteten und mit kostspieligen, unserer Meinung nach jedoch unnötigen Behandlungen, in Anspruch nahmen. Wenn wir dann unsere Meinung gesagt haben, wurden wir wütend darauf hingewiesen, dass wir ja wohl ihre Fachkompetenz nicht beurteilen könnten.

Dann gibt es da die Leute, die einen Hund von uns so schnell wie möglich übernehmen wollten. Auf unseren Hinweis, dass der Hund gerade erst kastriert worden wäre und es besser wäre, wenn er in einer unserer Pflegestellen noch einige Tage zur Ruhe kommen würde, und außerdem noch die Fäden einige Tage in der Wunde bleiben müssten, bestanden die Leute auf einer schnellen Übergabe und sagten, dass ihr Tierarzt die Fäden ziehen würde. Kurz bevor die Leute dann den Hund bei uns abholen wollten, telefonierten sie und baten uns, ihnen den Hund zu bringen, sie würden auch die Fahrtkosten übernehmen. Nun kann man uns vieles vorwerfen, aber nicht, dass wir naiv sind und so hätten wir  normalerweise den Leuten überhaupt keinen Hund gegeben. Aber alle unsere vorherigen Erkundigungen hatten ergeben, dass die Leute wohlhabend sind und ein perfektes Zuhause bieten. Da haben wir dann den Hund zu den Leuten gebracht und sind 270 km gefahren. Was denken Sie, wie man uns unsere Hilfsbereitschaft gedankt hat? Wir haben mit großer Mühe unsere Überlassungsgebühr bekommen, abzüglich Euro 30,00 für Fäden ziehen und zuzüglich Euro 13,00 Fahrtkosten für 270 km. Jetzt können wir nur hoffen, dass die Leute wirklich ein so gutes Zuhause bieten. Das aber werden wir ganz eng überwachen und den Hund sofort zurückholen, wenn das Zuhause sich als nicht akzeptabel herausstellt.

Dass es auch anders geht, beweisen die Leute, die von uns einen Hund übernommen haben, der humpelte und von dem die abgebenden Leute sagten, dass er beim Spaziergang in ein Loch getreten wäre und sich eine Zerrung zugezogen hätte, die in einigen Tagen vorbei wäre. Diese Zerrung stellte sich dann als HD und Arthrose in einem Hinterlauf heraus. Daraufhin haben wir den Leuten angeboten, den Hund zurückzunehmen. Die Leute haben uns sofort erklärt, dass das überhaupt nicht in Frage käme, dass sie den Hund lieb hätten, dass sie alles für ihn tun und ihn niemals weggeben würden. Wir haben dann angeboten, wenigstens die Kosten der medizinischen Versorgung zu bezahlen. Das haben die Leute ebenfalls kategorisch abgelehnt. Das ist aber noch nicht alles. Zwei Wochen später haben diese Leute eine wirklich sehr großzügige Spende auf unser Konto überwiesen. Als wir uns telefonisch bedankt haben, sagten sie nur: „Das ist dafür, dass Sie uns einen so tollen Hund gebracht haben!“

Im Übrigen haben wir im Oktober fünf Hunden geholfen.

In diesem Sinne grüßt Sie wie immer herzlich

das Team von BELLA LUNA e.V.