Bella die 1MS1

Tierschutzverein Bella Luna e. V.

Bergkamen in Nordrhein-Westfalen

Hilfe  für  verlorene  Hunde  die  in  Not  geraten  sind

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Pflegestellen

 

Bella Luna’s Gedankenecke

 

RustyLiebe Freunde,

wir möchten Euch die Geschichte mit Rusty unserem Urlaubshund erzählen. Das neue Jahr hat grad erst angefangen, da bringt uns eine Erfolgsgeschichte wieder mal zur Erkenntnis, niemals aufzugeben auch wenn es oft unerreichbar erscheint.

Rusty und Sally kamen zu uns weil Frauchen einen Urlaub im Ausland verbringen wollte. Sie ist schwer krank und wollte sich diesen Urlaub einfach gönnen. Beide Hunde kamen zu uns und fühlten sich wohl, obwohl Rusty mit seinen fast 6 Jahren etwas länger brauchte um aufzutauen. Nach 3 Tagen lagen beide Hunde auf dem Sofa und genossen ihr Leben. Am 9. Tag passierte etwas wovor jeder Hundehalter Angst hat, beide Hunde rissen aus. Über den Gartenzaun in Nachbars Garten und dann weg. Sally , auf Grund ihres jungen Alters unbedarft und aufgeschlossen den Menschen, ließ sich nach kurzer Zeit wieder anfassen und in Sicherheit bringen. Rusty, ehemaliger Straßenhund aus Spanien war da anders.

Er lief und lief, ließ sich werden anfassen noch stoppen. In den ersten Stunden dachten wir, er wird bestimmt am Abend wieder da sein. Nachdem die erste Nacht rum war wussten wir, das wird nicht einfach. Das harte Leben auf der Straße hatte ihn geprägt, er wusste wie es geht. Sorgen machten wir uns nicht was die Versorgung anging, sondern das er oder Menschen zu Schaden kommen konnten. Behörden wie Polizei, Ordnungsamt waren alle informiert, alle halfen bei der Suche, ohne Erfolg. Wir druckten Flyer aus, die am nächsten Tag wieder abgerissen waren, es war so frustrierend.

Antenne Unna ließ Informationen über den Äther, nichts zu machen, der Bursche war immer einen Schritt voraus. Der Hundesuchdienst für Bergkamen, Kamen und Umgebung half uns bei Suchen, sie fackelten nicht lange und machten alles möglich was eben geht. Ständig bekamen wir neue Sichtungen. Er lief von der Halde in Bergkamen zum Gelände von Bayer, zum Beversee. Von da aus zurück über die Halde Richtung Kuhbach Trasse, von da aus nach Oberaden und das gleiche dann zurück. Tag und Nacht waren wir im Einsatz, der Werkschutz der Firma Bayer fuhr auch Nachts mit uns teilweise bis zu 3 Stunden über das riesige Gelände, nichts. Auf der Wild Kamera konnte man Rusty ganz genau erkennen wann er wo genau die Strecke lief. Trafen wir ein, war er weg, wie ein Phantom.  

Eine Lebendfalle musste her, nicht so einfach, da sich die größeren Fallen sehr weit weg befanden oder einfach verliehen waren. Nach 23 Tagen und Nächten wollte das Schicksal es anders regeln. Wir trafen uns mit dem Hundesuchdienst zwei Tage vor Silvester an der Halde um wieder nach Rusty zu suchen. Da stand er nun auf dem Weg, ließ sich von einem Spaziergänger streicheln. Wir hatten ihn drei Wochen nicht mehr gesehen, da stand er da, unfassbar was in uns vorging. Jetzt hieß es Ruhe bewahren und keine hektischen Bewegungen. Dann bellte ein Hund und er lief weg. Ich bin dann mit meiner Mopshündin Wilma langsam hinterher, wobei Petra vom Suchdienst an der Stelle stehen blieb, man konnte ja nicht wissen wo er  wieder her wollte. Er war weg, wohlmöglich höher auf die Halde gelaufen. Ich ging zurück zum Ausgangspunkt  , holte mein Auto und fuhr eine andere Seite der Halde an um ihm ggf. den Weg abzuschneiden. Gerade angekommen bekam ich die Nachricht, er kommt zurück. Wir liefen den ganzen Weg zurück da lief er auf uns zu, blieb eine Weile stehen, so nah war ich dran aber er ließ sich erst nicht anfassen. Erst nachdem er den Geruch von Wilma in der Nase hatte fiepte er da er uns erkannte. Ich legte mich flach auf den Boden und versuchte mich so langsam wie möglich zu bewegen. Dreimal versuchte ich ihm eine Schlinge um den Hals zu legen, dann zog ich zu. Ich hatte ihn und ließ nicht mehr los. Ein Gefühl wie Ostern und Weihnachten zusammen, überwältigend. Er legte seinen Kopf auf meine Stirn als wenn er sagen wollte, gut das Du jetzt da bist.

Inzwischen kam Petra dazu und wir gingen zusammen zum Auto.  Zuhause angekommen gab es erst mal ein leckeres Fresschen was er auch gerne annahm. Als wir uns alle wieder gefangen haben, fuhren wir ihn zu seinem Frauchen und zur Sally , seiner Hündin, die ihn auch schmerzlich vermisste. Das Wiedersehen war Film reif, so dass alle Nachbarn  dazu kamen und  sich das Schauspiel  ansahen, es war unglaublich emotional.

Wir sind sehr froh, dass wir vor Silvester Rusty sichern konnten, das ließ uns in Ruhe das neue Jahr begrüßen ohne Sorge um den Kerl.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Menschen die uns geholfen und unterstützt haben. Mit so einer Hilfe hatten wir bei weitem nicht gerechnet. Wir bedanken uns bei:

allen Menschen die aktiv mit gesucht haben, Tanja Hagedorn, Lisa und Lukas die extra aus Soest mehrere Male gekommen sind

Der Polizei Bergkamen

Dem Werkschutz der Firma Bayer

Das Ordnungsamt der Stadt Bergkamen

Das Hundesuchdienst Bergkamen Kamen u.U.

Antje Henze von Passion4dogs

Die Mitarbeiter vom Holzkontor Bergkamen

Sollte ich aus Versehen Jemand vergessen haben, bitte ich das zu entschuldigen.

 

Noch etwas , was ich gerne loswerden möchte. Viele Menschen haben Anteil genommen und sich echt gesorgt. Dann gab es tatsächlich Leute, die haben uns und allen anderen Helfern das Leben schwer gemacht. Es wurde gelogen und was viel schlimmer war, Rusty war gar nicht mehr das eigentliche Thema, sondern gekränkte Egos, Langeweile und viel Neid. Aber wir haben es alles gezeigt und Rusty ist wieder Zuhause, das zählt für uns, mehr nicht. Danke, dass ihr uns gezeigt habt, wie wir nie werden wollen, kleingeistig, nicht teamfähig und unfair.

Petra Gerlach für das Team von Bella Luna e.V.

 

 

 

Dezember 2015

 

Ginger - kleine Seele entsorgt wie das Katzenstreu im Graben

Es ist schon ein paar Wochen her, trotzdem möchte ich aufschreiben und zeigen das es sich lohnt zu kämpfen, hinsehen, handeln..........und auf den Instinkt eines Tieres zu vertrauen.

Am Dienstag den 4.11.14 machte ich mich mit einer Freundin und unseren  Hunden, nichts ahnend das wir nicht weit kommen würden, zu einem Spaziergang auf den Weg. Das Wetter war schlecht, es regnete in Strömen und es war kalt.

GingerAls wir ca. 600m von unserem Haus um die Kurve bogen, fiel mein Blick auf das schon wieder entsorgte Katzenstreu im Graben und wieder ärgerte ich mich und fragte mich wer um Himmels willen so weit raus fährt um sein gebrauchtes Katzenstreu zu entsorgen.  5m weiter blieb einer meiner Hunde stehen und starrte in den Wald, gut das passiert öfter wenn sich mal ein Hase regt oder ein Reh davon prescht. Aber dieses mal war es anders, er starrte und lies sich nicht dazu bewegen zu gehen. Also nahm ich ihn am Halsband und zog ihn weg, 10m weiter lies ich ihn los und er drehte sich um, lief 2m zurück, ich rief ihn, er blieb stehen und schaute abwechselnd zu mir und zu der Stelle wo er vorher etwas gesehen hatte. Ich rief ihn nochmal, etwas strenger - er aber machte auf seinen 4 Pfoten kehrt und lief zielstrebig zur der Stelle zurück, lies sich auch von meinem leichten Gemecker nicht beeindrucken.

Ginger1Dieses Verhalten war wirklich sehr ungewöhnlich für ihn. Ich ging zu ihm, nahm ihn wieder am Halsband und dann hörte ich es.............ein klägliches schreien und dann sah ich das Häufchen Elend im Graben sitzen.  Eine kleine Katze, völlig durchnässt, voller Angst und Verzweiflung. Und es schrie so laut das es mir durch Mark und Bein ging. Es schrie als wenn es sagen wollte " Bitte hilf mir, nimm mich mit ".

Ich parkte meine Hunde etwas weiter entfernt, holte die Leckerchen aus der Tasche, kniete mich auf die nasse Straße und lockte mit freundlicher Stimme " komm, komm "  und tatsächlich, das kleine Teil lief den Graben hoch auf mich zu, blieb aber am Straßenrand stehen und schrie mich an. Ich lockte wieder " komm, komm" , warf ein Leckerchen, redete ihm gut zu. Er kam bis auf einen halben Meter zu mir, wenn ich mich bewegte ging er sofort wieder zurück in den Graben.

Das Spiel ging eine Stunde lang, immer wieder rein in den Graben, raus aus dem Graben, immer wieder dieses Schreien, immer wieder locken "komm, komm", Leckerchen werfen, ständiges gutes zureden, rein in den Wald, raus aus dem Wald, diverse Fangversuche gestartet, halb im Graben gelegen und natürlich die Hunde + Freundin die ja auch noch ein paar Meter entfernt, mehr oder weniger geduldig im Regen standen. Mittlerweile war ich nass bis auf die Knochen, meine Knie taten höllisch weh, mein Hals kratze vom vielen Reden und locken, ich war müde und es wurde dunkel. Ich hatte eine Stunde lang alles Wissen über Katzen und deren Verhalten, was ich in 20 Jahren Katzenhaltung erlangt hatte, angewandt. Aber es fehlte immer dieser kleine Schritt um dem kleinen Kätzchen das Leben retten zu können.

Ginger2Und immer dieses entsetzliche Schreien, wenn ich mich auch nur einen Meter von ihm entfernte...........aufgeben war absolut nicht drin, das wäre sonst wochenlang in meinem Kopf hängen geblieben . Ich startete noch eine letzten Versuch, nahm einen meiner Hunde, meine Freundin lief mit den anderen beiden voraus zurück zum Haus.

Ich ging ein paar Meter und rief " komm, komm " , es dauert ein paar Sekunden und tatsächlich lief das kleine Tierchen den Graben hoch auf mich zu. Ich ging weiter "komm, komm" - er lief hinter uns her und so machte ich mich auf den Rückweg, immer rufend,  etwas warten, wieder rufen. Es kamen Autos, es kamen LKW - ich hatte Angst das der Kleine überfahren wird, aber er war schlau und verschwand immer im Graben, um dann anschließend schreiend wieder hinter uns her zu laufen.

Ich brauchte über eine Stunde für 600m Rückweg.........zwei Schritte vor und einen zurück. Schließlich erreichten wir unser Haus, ich öffnete die Türen, stellte Futter auf die Tenne - der Plan war: Katze geht auf die Tenne ans Futter, Türen schnell zu, Katze gerettet.

Der Kleine hatte sich im Wald gegenüber verkrochen und ich hörte nichts mehr von ihm, so sehr ich auch rief - er blieb still. Ich hatte die Hoffnung aufgegeben ihm das Leben retten zu können und ging ins Haus............so kurz vor dem Ziel, es waren doch nur noch ein paar Meter..........war alles umsonst? Nein! Also wieder raus mit Taschenlampe, gesucht, gerufen und irgendwann hörte ich ihn wieder schreien. Es brauchte nochmal eine nervenraubende halbe Stunde bis das Tierchen in meinem Badezimmer saß.

Ginger entpuppte sich in den nächsten Tagen als absolute Schmusebacke und Charmeur  - mir sind schon viele Katzen zugelaufen, aber keiner hat es geschafft mein Herz in so kurzer Zeit zu erobern. Er ist halt was ganz besonderes ;-)

Für diesen kleinen Racker gibt es ein Happy End, er war 5 Tage bei mir, hat ein neues zuhause gefunden und ich hoffe das das was ich ihm in diesen paar Tagen mitgeben konnte, reicht das er merkt das nicht alle Menschen schlecht sind und ich hoffe das diese paar Tage reichen, das er vergisst was passiert ist. Es braucht doch eigentlich nicht wirklich viel um so ein kleines Wesen glücklich zu machen, Futter, einen warmen Platz, viel Liebe, Verantwortungsgefühl.

Verantwortungsgefühl.............hatte der Mensch der Ginger einfach so entsorgt hat wohl nicht.

Ich werde so etwas nie verstehen oder besser ich möchte es gar nicht verstehen.

Ich möchte mich bei Bella Luna bedanken, denn dadurch brauchte Ginger nicht ins Tierheim, sondern hat schnell ein tolles zuhause gefunden - danke Tanja.

Danke Helmut das du den Ginger zu dir genommen hast, ich weiß er hat es gut bei dir.

 

 

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Timmy’s  Geschichte

Hallo meine Lieben Hundefreunde,

heute der erste Sonntag im März, muss ich mich mal wieder zu Wort melden, hab ein bisschen die Zeit verschlafen.

Der TSV Bella Luna e.V. konnte ja wieder vielen Hunden und Menschen helfen. Das freut mich hier auf meiner Wolke ganz besonders das zu beobachten. Obwohl ich so manches Mal fast herausfalle und geneigt bin auf dem Regenbogen hinab zu rutschen und mal ordentlich gegen den Tisch zu pinkeln. So viele Lügen und Unverschämtheiten, da fällt mir als Boxer nichts mehr zu ein.

Der neueste Trend geht zum Schwangerschaftsbegleithund und dann in den Hintern - Trethund. Kennt diese Rasse wer? Nein, das ist aber eine echte Lücke im Leben. Der niedliche, ach so putzige Welpe wird schnell noch nach dem Testergebnis aus der Apotheke gleich im Anschluss beim netten Mann vom Land gekauft. Frau darf nicht mehr arbeiten gehen, also muss ein felliger Freund auf alle Fälle in die fast komplette Familie. Er wird gehegt und gepflegt, Regeln? Gibt’s nicht, Grenzen? Was ist das? Ist nur was für Hartgesottene. Ach ist das Leben schön, und wenn das Kind erst mal da ist. Es gibt doch nichts Schöneres als wenn ein Kind mit Hunden aufwächst.

Der Bauch wird dicker, die Tage beschwerlicher, ganz zu schweigen von den Bedürfnissen des kleinen Hundes. Ach ja, der ist ja auch noch da, wie herrlich ist es mit ihm zu kuscheln, wie niedlich wenn er aus Versehen auf den Teppich pullert. So, der Tag der Geburt steht kurz bevor, aber was machen wir mit dem Hund? Mh, wenn der auf den Teppich pullert, oder den Schnuller an lullt, oder das Kind frisst?  Auf einmal stinkt er, pullert in die Wohnung, frisst schon vorhandene Babysachen usw. Also muss er weg, SOFORT am besten gestern - nein besser wir hätten ihn nie gekauft.

Ja und dann kommt der Tierschutz auf den Plan und  wie so ein Plan aussieht möchte ich Euch gerne mal schreiben. Es ist wohlgemerkt für einen Tag!! Und dieser ist noch ruhig!! Die ganz schlimmen Tage erspare ich Euch, das würde dann den Rahmen sprengen, So, ich leg dann mal los, wie gebellt ein ganz normaler Tag beim Tierschutzverein:

2:45h klingelt der natürliche Wecker auf 16 Pfoten- Hunger Alarm

 Vier Welpen haben sich über die Nacht entleert, zwischen den Tretminen und Seenplatten ab in die Küche und lecker Fresschen zubereiten. Hinten dran die vier kleinen Racker von 7,5 Wochen und quieken, trampeln, bellen und kratzen dem Personal die Waden auf, los, lass knacken. Ok, die Kleinen machen sich über die Näpfe her als gäbe es kein nächstes Mal, mh, das war gut. Nun in den Garten, ok, einige schaffen die paar Meter nicht durch den Wintergarten und entleeren sich schon mal auf halbem Weg. Nachdem sie 20 Minuten durch den Garten gelaufen sind geht’s im Haus weiter. Stuhlkissen gehören nicht auf Stühle, Schuhe nicht in den Flur und alles wird mit lautem Welpengebell untermalt, sonst lohnt es sich auch nicht um diese Uhrzeit. Nach einer weiteren Runde um die Tische und Tauziehen im Wohnzimmer legen sich die vier Piranhas in die Körbe und schlafen, erst mal. Näpfe spülen, Haus etwas aufräumen, sodass nicht jeder Gang daran erinnert als tanze das Personal Samba.

3:30h endlich kann das Personal weiter schlafen

7:10h nächster Alarm, die vier haben einen Mordhunger, anschießend ab in den Garten und die Hecke *beschneiden* schließlich hat das Personal ja was anderes zu tun.  Nach dem Hecke schneiden geht’s ab in die Sand Ecke, man haben die einen Spaß.

8:10h klingelt der erste Anrufer. Er hat ein Problem mit seinem Hund. Man nimmt sich Zeit, soviel wie nötig. Nach dem Telefonat herrscht Stille, der Hund muss Heute noch weg, sonst landet der Hund beim Tierarzt und  wird eingeschläfert. Kurz überlegt und auf Googlemap geschaut wo der Ort ist. Danach macht sich Pflegeherrchen auf dem Weg, 270 km eine Tour, mit der Unsicherheit im Kopf ist der Hund noch da, hoffentlich ist es nicht zu spät und der Typ hat schon den Tierarzt aufgesucht. Lieber Gott lass alles gut werden.

In der Zeit von 8:10h bis 12:30h zig Anrufe, meistens geht es um Hunde oder ihre Menschen und deren Probleme. Schnell noch eben zum Tierarzt ein Pflegling hat Husten und muss behandelt werden.

12:45h klingelt ganz pünktlich der neuer Helfer. Es ist ein Jugendlicher der seine Sozialstunden hier bei Bella Luna abarbeitet. Schnell eingewiesen ging er mit dem ersten eigenen Hund( ja, die gibt es hier auch noch…)

13:00h  die ersten Bewerber für die Rasselbande kommen und möchten ihren Nachwuchs besuchen. Kurz danach kommt die zweite Familie, auf das es voll werde. Eine nette Runde mit tollen Menschen die Hunde lieben.

15:00h die Welpen schlafen, müde vom Besuch und vollgefuttert von der Mahlzeit. Der Besuch fährt nach Hause und das Personal einkaufen.

16:30h beim auspacken der Ware blinkt der Anrufbeantworter, wieder Menschen die sich ihrer Hunde entledigen weil sie nicht ehrlich zu sich und dem Tier waren. Regen  sich fürchterlich auf weil man hier ja KEINEN erreicht. Telefon klingelt, der erlösende Anruf, der kleine sitzt im Auto es geht ihm gut. Sie sind auf dem Rückweg, wenn auf der Autobahn alles glatt läuft trudeln sie hier gegen 19:30h hier ein.

16:50h Welpenalarm, alle in den Garten die letzte Sonne erhaschen, Personal kann endlich mal in Ruhe einen Kaffee trinken, da stürzen sie alle rein und überfallen das Haus, mit Ruhe vorbei.

19:30h kommt der Neuling, schüchtern aber gut gelaunt, toll wenigsten einer. Zeitgleich das Telefon am anderen Ende eine Dame, das Übliche. Kurze Zusammenführung der ganzen Gruppe, alles klappt.

19:50h Abendbrot anschließend Fernsehen, allerdings bei diesem Programm lieber weiter mit dem Mopp toben. Schnell noch E-Mails beantworten und die kommende Woche planen. Pflegestellen betreuen usw. Strammer Tag, jedoch fehlt hier noch die tägliche Arbeitszeit von Frauchen, es ist Samstag.

22:00h Hörbuch auf die Lauscher und ab ins Abenteuerland, der nächste Tag ist bald da, wie jetzt die Rasselbande zum Nachtmahl, rapsch die Näpfe geleert und ab dafür, herrliche Ruhe, Frauchen genießt das gleichmäßige Atmen der kleinen Bäuche und schläft darüber ein, natürlich auf dem Sofa. Auch wenn sie morgens aufsteht als wenn sie die Hauptrolle in einem Horrorfilm spielt, sie macht es gerne.

So Ihr fragt Euch jetzt warum ich das alles aufgezählt habe? Kann ich Euch bellen.  Weil es Leute die gibt meinen doch dass die Menschen bei Bella Luna rund um die Uhr nur für sie da wären. Weil nicht rund um die Uhr Jemand am Telefon sitzt. Weil sie auch nur Menschen sind und alles tun damit es einen schnellen Ablauf gibt. Weil alle ehrenamtlich tätig sind. Und weil sie ein wenig mehr Respekt und Geduld wünschen, darum schreibe ich das alles hier auf. Ich hoffe ich konnte einige Menschen erreichen und beobachte das alles Mal von hier oben, Eure Bella

Nicht das dieses hier als Jammern oder beschweren aufgefasst wird, wir machen unsere Arbeit gut, gerne und mit großer Liebe, jedoch können sich einige Zeitgenossen das wohl nicht vorstellen. Ganz besonderen Dank möchte ich hier allen aussprechen die uns durch ihre Arbeit als Pflegestelle oder anderweitige Hilfe unterstützen. Denn ohne diese Unterstützung würde vieles nicht funktionieren.

 

Petra Gerlach für das Team Bella Luna

 


Hallo Freunde,

der Novemberblues hat uns erreicht. Die Tage werden dunkler, fieser und kälter, das nicht nur in der Natur. Wenn man das Internet durchsucht findet man unzählige Fellgesichter, von jedem etwas.

Es widert mich an. In verschiedenen Anzeigen liest man von: unser liebster Frauenversteher sucht euch Ladies zwecks Verpaarung. Oder, unser bester Deckhengst sucht bereite Damen für den Deckakt des Lebens.

Hallo, geht es noch?? Wenn sich diese tollen Besitzer dieser armen Hunde vielleicht einmal kurz die Zahlen ansehen die über den entsprechenden Rubriken zu sehen sind und ggf. mal einmal mehr darüber nachdenken würden wie viele Hunde z. B. ein neues Zuhause suchen. Ich werde es nie verstehen wie man einfach so seinen Hund  in Anzeigen feil bietet. Es gibt doch genügend Not auf dieser Linie. Und jeder sucht jung, dynamisch und putzig. Am besten noch ohne Darm und ohne Hundehaare. Ich frage mich oft wo führt das hin? Wir bekommen täglich diesen ganzen Wahnsinn mit. Schnell muss der Hund weg, oder schnell noch ein Katerchen zum Nikolaus. Manchmal ist es zum würgen.

Ein anderes Problem sind Züchter, die ihre wahrscheinlich ohnehin triste Freizeit mit dem Kick verbinden, 12 Wochen alte Welpen an Menschen versilbern, die jenseits von 80 Jahren sind. Wobei wir auch durchaus seriöse Züchter kennen und schätzen. Aus aktuellem Anlass haben wir es mal wieder hautnah erleben dürfen. Hauptsache der schnöde Mammon fließt und nach mir die Sintflut. Na ja, wir werden es nicht ändern, nur manchmal platzt uns auch der Kragen.

Die schönen Dinge erleben wir ja auch. So haben viele tierliebe Menschen zusammen gehalten und dafür gesorgt, dass wir einem Hund ein gutes Zuhause schenken konnten. Aus Sicherheitsgründen dem Tier gegenüber werde ich den Namen des Tieres nicht nennen. Vielen Dank an alle die daran beteiligt waren.

Das war es für den November, wir hoffen weiterhin dass uns viele nette tierliebe Menschen unterstützen und wir vielen Notnasen helfen können.

Petra Gerlach für das Team von Bella Luna

 


Liebe Hundefreunde,

wir möchten Euch gerne in dieser neuen Rubrik Gedanken, Themen und allerlei Sonstiges zum Thema Tierschutz schreiben. Es sind Dinge die uns bewegen, aufregen und manchmal auch zum Lachen bringen. Wir haben uns überlegt, dass es ein fester Bestandteil der Homepage werden soll. Es gibt ja viele Dinge die wir in unseren Texten schreiben, wenn wir unsere Schützlinge vorstellen. Es geschehen aber auch viele Dinge * nebenher *. Daran möchten wir Euch teilnehmen lassen. Wir werden in regelmäßigen Abständen ab jetzt berichten. Wir werden aus der Sicht des Hundes schreiben, in unserem Fall aus den Augen von Bella und Luna. Schließlich sind die beiden Boxerdamen mit ausschlaggebend für diesen Tierschutzverein.

Heute hat Bella das Wort.

Petra Gerlach für das Team von Bella Luna

 

Liebe Freunde,

ich mache heute den Anfang dieser neuen Rubrik. Bekanntlich haben die älteren den Vortritt, so sagt Ihr Menschen das doch immer. Ich freue mich erst mal, dass so viele Menschen unserem kleinen Verein Beachtung schenken. Viele Seelen sind ja schon in Sicherheit, ich beobachte das ganz genau. Zu meiner *aktiven* Zeit als Boxer habe ich ja so manchem Hund auf die Pfoten geholfen. Ich höre so oft von meinen Menschen, dass ohne mich diese ganze Tierschutzarbeit gar nicht möglich gewesen wäre. Auch ich war ein ehemaliger Notboxer und hatte das unverschämte Glück das ich gerettet werden konnte. Man hatte mich aus dem fahrenden LKW geworfen, vergiftet und misshandelt.

Mehr tot als lebendig kam ich in die Tierklinik. In dieser Zeit hatte ich mich fast aufgegeben, jedoch hatte ich noch etwas vor. Ich denke meine Aufgabe war einfach noch anderen Seelen zu helfen. Ich kam in meine neue Familie und wurde gepäppelt, geliebt, als vollwertiges Familienmitglied gehörte ich sofort dazu. Ich habe zwei heranwachsende Kinder mit erzogen und so mancherlei wurde mir im Vertrauen in Ohr geflüstert. Allen Unkenrufen zum Trotz war ich für die Kinder das Beste was ihnen passieren konnte. Viele sagten zu meinen Leuten, wir könnt ihr nur einen erwachsenen Hund mit so einer Vorgeschichte zu euch nehmen? Die Kinder!! Ich habe es allen gezeigt wie gut ein *second hand* Hund sein kann, bei entsprechendem Respekt, Liebe und Geduld. Ich habe es tausendfach zurück gegeben. Zurzeit habe ich mit bekommen, gibt es wieder einmal viele Menschen die sich einen Hund anschaffen, oft ohne groß zu überlegen. Das geht nicht gut.

Aber auch viele Tierschützer geben unüberlegt Hunde in Familien ab, die dem Tier nicht gewachsen sind. Ich finde, die Verantwortung sehr groß, darum sollte es gut überlegt sein, von beiden Seiten. Es kann ja nicht im Sinne vom Erfinder sein, das ein Hund, der sehr aktiv ist, sehr viel Auslastung braucht und zudem noch Artgenossen unverträglich ist, zu Menschen vermittelt wird, die fast 80 Jahre alt sind.

Da müssen die Menschen unbedingt nicht an sich und an das Geld denken, sondern bitte an uns Tiere. Auch nach der Vermittlung muss der Verein oder Züchter immer für seine Schützlinge da sein. Vieles stellt sich auch erst nach dem Umzug ein. Aber leider ist die Realität eine andere. Ich bekomm das ja immer mit. Hauptsache vermittelt, und gut. Ich werde das Ganze weiter beobachten und grüße Euch ganz herzlich, Eure Bella

Auch ja, und noch was, mein Frauchen Petra ist so freundlich und schreibt für mich und dem Team. Denn hier gibt es wirklich ein Team das fest zusammen hält, und nicht nur einen Einzelkämpfer!